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#1

Unglaublicher Tatsachenbericht von der Arche Noah in Graz

in Einmal richtig raunzen 03.09.2012 18:19
von lastboyscout • Babybunny | 45 Beiträge | 37 Punkte

Unglaublicher Tatsachenbericht von der Arche Noah in Graz und ihre falsch verstandene Tierliebe und Tierschutz:

Familie K. mit Haus und großem Garten in sehr schöner ruhiger Lage in Graz, 2 Kinder und 2 Katzen entschließt sich einen Welpen aus der Arche Noah zu holen. Doch der 7 Wochen alte Rüde zeigt im neuen Heim Auffälligkeiten. Der kleine Rüde pinkelt sich im Schlaf an, lässt während dem Fressen einfach Urin rinnen, setzt mehrmals am Tag Kot ab, auch im eigenem Körbchen. Hat furchtbare Trennungsängste und schreit die ganze Nacht. Beginnt die Familie zu umkreisen und von hinten in die Beine zu beißen.
Es beginnen Nachforschungen und es kommt ans Tageslicht, dass die Welpen samt Elterntiere bevor sie in die Arche Noah gekommen sind in einem Keller gehalten wurden und nie die Möglichkeit hatten sich normal zu entwickeln. Die Vorbesitzer haben das ganze Hunderudel samt Mutter, Vater und 7 Welpen einfach in der Arche Noah abgegeben.

Familie K. entschließt sich trotzdem dem kleinen Kerl eine Chance zu geben und nimmt alle Mühen auf sich um den Welpen stubenrein zu bekommen. Sie ziehen einen erfahrenen Hundetrainer zu Rate, besuchen einen Welpenkurs und engagieren einen Hundesitter damit der kleine Rüde mit anderen Hunden in Kontakt kommt, besser sozialisiert wird und von den anderen Hunden lernen kann und mit ihnen spielen kann.



Am 31.08.2012 klingelt ein Herr von der Arche Noah an der Tür von Familie K. um einen Kontrollbesuch abzustatten. Der kleine Rüde ist aber gerade mit dem Hundesitter unterwegs und Frau K. bittet den Herren von der Arche Noah gegen 15 Uhr wieder zu kommen, da ist der kleine Rüde vom gemeinsamen "Social-Walk" wieder zurück.
Sie erzählt kurz die Leidensgeschichte und der Herr von der Arche Noah beschimpft sie und meint, dass das der falsche Weg sei einen Welpen zu sozialisieren.
Der "nette Herr" verschwindet wieder und kurz darauf bekommt Familie K. von einer Dame aus der Arche Noah einen Anruf, dass der Kontrollor gemeldet hat, dass der Welpe falsch gehalten wird und sie den Welpen an Dritte nicht weitergeben dürfen und aus diesem Grunde der Welpe abgenommen wird.
Der Herr hat sich aber nicht im Haus und Garten umgesehen um sich ein Bild zu machen wie der Hund wirklich gehalten wird.
Um 15 Uhr tauchen 2 Wagen der Arche Noah bei Familie K. auf, verschaffen sich Zutritt, weil Familie K. in ihrem Unwissen einen Vertrag bei der Arche Noah unterschrieben hat, dass der Hund Eigentum der Arche Noah bleibt.
Familie K. bekommt nicht einmal die Möglichkeit in Ruhe mit dem Herren aus der Arche Noah zu reden um eine gemeinsame Lösung zu finden. Die Kinder heulen sich die Augen aus und müssen zusehen wie der Welpe abtransportiert wird um sein Dasein wieder in einem Betonzwinger in der Arche Noah zu verbringen.

Ich schicke ihnen anbei den eingescannten Vertrag - leider ist die Qualität nicht sehr gut und ich hoffe sie können ihn lesen.(aber sie kennen ihn eh)
Familie K. hat diesen Vertrag leider unterschrieben und sich nicht vorab erkundigt, was das für Folgen nach sich ziehen kann.
Aus diesem Grunde hat Familie K. den Hund ausgehändigt, weil der Kontrollor mit Klage und Anzeige, etc. gedroht hat.
So wie Familie K. geht es zig neuen Hundebesitzern, die sich einen Hund aus der Arche Noah holen.
Die Freude über den neuen Hundewelpen und Erwartung der Kinder übermannt die ganze Familie und das Kleingedruckte auf dem Vertrag wird nicht mehr durchgelesen und schon ist man "verkauft"

Wenn ich diesen Vertrag analysiere kommt mir das Grauen - Absatz 1., 4., 9. sind zu beeinspruchen und werden an die Behörden und Rechtsanwälte weitergeleitet zur Überprüfung!
Was auf alle Fälle abgeklärt gehört ist nach welchen Richtlinien ein legitimierter Mitarbeiter des Aktiven Tierschutzes Steiermark das Recht hat über eine schlechte Hundehaltung- und Erziehung zu urteilen.
Der Kontrollor klingelte an der Tür und Frau K. erklärte ihm, dass der Hund derzeit mit einem Hundesitter unterwegs sei und um 15 Uhr wieder nach Hause kommt.
Der Kontrollor konnte somit in keinster Weise überprüfen ob es wirklich bei der Hundehaltung oder Hundeerziehung Beanstandungen gibt.
10 Minuten später kam aus der Arche Noah der Anruf, dass um 15 Uhr der Hund abgeholt wird, weil der Kontrollor schlechte Hundehaltung und Weitergabe an Dritte meldete.

Frau K. rief mich darauf hin an und bat mich um Unterstützung.
Ich war um 15 Uhr vor Ort um mit dem Kontrollor ein sachliches Gespräch führen zu können. Der Kontrollor war nicht einmal bereit mit ins Haus zu kommen um in Ruhe am Tisch ein Gespräch zu führen.
Er hat sich nicht im Haus und Garten umgesehen wie der Hund gehalten wird, was er zum Fressen bekommt, wie sein Verhalten innerhalb der Familie ist. Unter Weitergabe an Dritte versteht man eine dauerhafte Übergabe an einen neuen Hundebesitzer, aber sicherlich nicht ein Spazierengang mit einem Hundesitter, Oma oder sonst einer bekannten Person!
Wir wollten nur wissen welche Beanstandungen es gibt und wie wir was ändern sollen.

Ich habe ihm versucht zu erklären, dass Familie K. alles menschenmögliche getan hat damit es dem kleinen Hundebub gut geht.
Ich bin ihnen mit Rat und Tat seit dem Einzug des kleinen Hundewelpen ins neue Heim als geprüfter ÖHU-Hundetrainer zur Seite gestanden.
Ich arbeite seit über 20 Jahren mit Hunden und ich konnte bei Familie K. kein Anzeichen einer schlechten Hundehaltung und Hundeerziehung feststellen!!!

Deswegen möchte ich abgeklärt haben was dieser Herr Kontrollor für Rechte und Ausbildungen hat um in einer Ferndiagnose, die 5 Minuten gedauert hat, die Entscheidung treffen zu können, dass der Hund der Familie entrissen wird und wieder in einem Zwinger in der Arche Noah sein Dasein fristen muß.
Außerdem bitten wir um Bekanntgabe wie dieser nette Herr heißt, der ein Familiendrama ausgelöst hat.

Dieser Fall ist so unglaublich herzlos, hirnlos, respektlos und hat nichts mehr mit Tierschutz zu tun.
Ich schicke ihnen einen Link mit aus Deutschland wo es bereits zu Urteilen bezüglich dieser Knebelverträge mancher Tierschutzhäuser gekommen ist.

http://www.anwalt.de/rechtstipps/tier-sc...and_008867.html

Dieser spezielle Fall "Capper" wird medial bekannt gemacht und sie können davon ausgehen, dass dieser Fall wenn es sein muß bis an den Obersten Gerichtshof als Präzedenzfall geht.

Das hilft leider Capper nichts mehr, aber vielleicht hilft es ihnen wieder zur Besinnung zu kommen und das Wort Tierschutz auch zu leben und als Vorbild zu fungieren.

Dagmar Fauster, Familie K.

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#2

RE: Unglaublicher Tatsachenbericht von der Arche Noah in Graz

in Einmal richtig raunzen 03.09.2012 18:20
von lastboyscout • Babybunny | 45 Beiträge | 37 Punkte

Die Antwort von der Arche Noah:

Der Aktive Tierschutz Steiermark ist als verantwortungsvoller Tierschutzverein bekannt und gerade als solcher war es für uns eine unabdingbare Notwendigkeit, den kleinen Welpen wieder abzuholen und nicht bei Familie B.K. zu lassen. Unsere Überlassungsverträge, die von Juristen ausgearbeitet sind, berechtigen uns zu einem solchen Vorgehen, wenn es das Wohl des Tieres er
fordert.
Und in diesem Fall war es so, dass die Familie mit dem Hund vollkommen überfordert war. Sie gaben selbst an, Probleme damit zu haben, dass der Hund nicht stubenrein ist, durch die Katzenklappe entwischt und vor allem "aggressives" Verhalten an den Tag legt. Jeder Tierfreund weiß, dass die Aufnahme eines Welpen mehr als nur Tierliebe erfordert, vielmehr braucht man sehr, sehr viel Geduld, Nachsehen, Verständnis und of
t auch gute Nerven, denn die Aufnahme eines jungen Hundes kann man damit gleichsetzen, wie wenn ein Kind in die Familie kommt. Auf diese Umtände werden Interessenten auch bei der Tiervergabe hingewiesen.
Die Familie hat aber einen Dritten damit beauftragt, den Hund sozusagen zu "sozialisieren", er wurde jemand in die Hand gegeben, der selbst große Hunde hat, denn da sollte der Kleine lernen sich unterzuordnen, was er dann auch in der Familie hätte machen sollen.
Dass das so nicht funktioniert, weiß wohl jeder, der mit Hunden zu tun hat. Ein Hundekind in fremde Hände zu geben und zu erwarten, dass es dann in der Familie klappt, ist völlig unrealistisch und nur zum Nachteil des Tieres. Die Familie gab auch an, dass dann, wenn das nicht funktioniert, der Hund abgegeben werden muss.
Um vorzubeugen, dass der Hund durch alle diese falschen Maßnahmen zu einem wirklich unvermittelbaren Hund wird, wurde entschieden, ihn zurückzunehmen. Im Tierheim ist der Welpe jetzt wieder mit seiner Mama zusammen und fühlt sich sehr wohl. Es werden jetzt verständnisvolle Besitzer mit viel Geduld für ein Hundekind gesucht. Der Welpe soll eine Chance haben - und das allein war Ursache für unser Vorgehen, das im übrigen weder unfreundlich noch in besitzstörerischer Absicht erfolgte.
Aktiver Tierschutz Steiermark

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#3

RE: Unglaublicher Tatsachenbericht von der Arche Noah in Graz

in Einmal richtig raunzen 04.09.2012 22:02
von lastboyscout • Babybunny | 45 Beiträge | 37 Punkte

Heut ist über das Schicksal des kleinen Capper sogar im Fernsehen berichtet worden.

Bericht bei Steiermark Heute

Anmerkung: Dagmar Fauster ist übrigens eine sehr gute, langjährige Bekannte von mir, ausgebildete Hundetrainerin und eine Tierschützerin, wie sie im Buche steht. Hat selber 2 Hunde, mehrere Katzen und einen total lieben Sohn.

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#4

RE: Unglaublicher Tatsachenbericht von der Arche Noah in Graz

in Einmal richtig raunzen 05.09.2012 11:07
von mo_vie • ~Fazer-razer~
| 130.732 Beiträge | 130104 Punkte

hm.
armes Hundsi.... wird da hin und her gerissen...

Und geht der "Fall" noch weiter (übers Gericht?), oder hat die Familie da gar keine Chancen, den zurückzubekommen?



Getreide?? Fressen wir nicht! ... Wir lieben die getreidefreien Leckereien aus dem Pfötchen-Shop

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#5

RE: Unglaublicher Tatsachenbericht von der Arche Noah in Graz

in Einmal richtig raunzen 05.09.2012 12:09
von lastboyscout • Babybunny | 45 Beiträge | 37 Punkte

ich denk schon, dass das ganze ein gerichtliches nachspiel hat. sobald es was neues gibt, werd ich es hier posten. bin selber gespannt, wie die sache weitergeht.

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#6

RE: Unglaublicher Tatsachenbericht von der Arche Noah in Graz

in Einmal richtig raunzen 05.09.2012 13:00
von Tattoo • ~Heimwerkerqueen~
| 108.063 Beiträge | 106833 Punkte

Sowas ist immer traurig, denn es gibt eigentlich nur Verlierer.

Der Hund hat das Zuhause verloren, die Familie den Hund und die A*che Noah ist negativ aufgefallen.......


lg
Dia

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#7

RE: Unglaublicher Tatsachenbericht von der Arche Noah in Graz

in Einmal richtig raunzen 06.09.2012 08:05
von Ninilein • Kuschelmonster
| 13.698 Beiträge | 12077 Punkte

manchmal frag ich mich ob gewisse Vereine überhaupt mit Hirn agieren oder sich nur aufspielen.
Wie kann das sein dass manche Menschen Tiere von denen bekommen, die wirklich nicht als Halter geeignet sind und wie kann es sein dass anderen Haltern die alles für das Tier tun würden so das Leben schwer gemacht wird?

Hab mich damals schon drüber aufgeregt als mein Opa einen Hund aus dem Tierheim holen wollte. Er hat in Österreich keinen bekommen, er wäre zu alt. (75)
Obwohl wir unterschrieben hätten das der Hund im Krankheitsfall von uns übernommen wird war KEIN Österreichischer Tierschutzverein dazu bereit meinem Opa einen Hund zu vermitteln (obwohl wir seit 15 Jahren immer einen Hund hatten).
Tja was soll ich sagen, unser Lucky kam nun aus Bosnien zu uns...

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