KANINCHENTALK - DAS FORUM FÜR KANINCHENFREUNDE

#1

Umgehen mit der Trauer eines Verlustes

in Einmal richtig raunzen 12.12.2009 23:42
von Mondlichtfee (gelöscht)
avatar

Hallo,

ich durchlebe derzeit eine schwere Zeit und weis nicht wie ich mit meiner ganzen Trauer umgehen soll.
Am 24.11. starb Hamster Polly überraschend, am 10.12. unsere beiden Ratten und heute wurden meine zwei Katzen eingeschläfert, die nicht bei mir wohnen konnten (Allergie), aber mit denen ich aufgewachsen bin und eigentlich ein Geschwisterersatz für mich somit waren.

Das sind fünf Tiere in nicht einmal drei Wochen. Das ist natürlich heftig noch dazu kommt bald Weihnachten. Ich habe kaum den Tod von meiner sehr geliebten Polly verkraftet und dann geht es ratzfatz weiter. Wir haben kein Tier beerdigt bzw. war ich bei den Katzen nicht dabei. Ich konnte mich nicht von ihnen verabschieden, bei Polly und den Ratten schon eher.

Was macht ihr wenn ihr trauert? Habt ihr bestimmte Rituale, was tut euch gut beim Trauern?
Ich bin derzeit ziemlich ratlos, muss erst realisieren und schwanke zwischen Heulanfällen und Verdrängen. Dazu kommen familiäre Probleme/Umstellungen und Sorgen wegen Sally (nimmt immer mehr ab) und Miss Daisy (scheint was mit den Augen zu haben).

Redet ihr über die Trauer, macht ihr ein Abschiedritual, zündet ihr jeden Tag eine Kerze an? Wirft ihr das ganze Zubehör weg oder räumt es für einige Zeit weg?

Lg

nach oben

#2

RE: Umgehen mit der Trauer eines Verlustes

in Einmal richtig raunzen 12.12.2009 23:54
von Sleepy • ~Kesses Schneckenhasi~
| 5.276 Beiträge | 5274 Punkte

ich kann dich sehr gut verstehen und weiß wie es dir geht.
musste heuer im sommer 4 kaninchen innerhalb kürzester zeit erlösen lassen.
mir ging dies jedesmal sehr nahe und mir hat es geholfen darüber zu reden bzw. viel zu weinen!!!
alle bis auf ein kaninchen wurden bei uns begraben (im garten meiner großeltern, damit luna nicht nach ihnen gräbt).
anfangs konnte ich dies gräber nicht besuchen, aber mittlerweile war ich öfter dort bzw. pflege ich sie auch!
sally konnten wir leider nicht begraben, da sie obduziert wurde!

wenn ich fotos der verstorbenen tiere sehe, kullern nach wie vor die tränen. damit tu ich mir noch sehr sehr schwer!!!
meine kinder sprechen auch noch oft von den nins. vor allem hummel und bärli waren ihre lieblinge!!!

tja und jetzt, wo ich wieder mal fest an die süßen denke, stehen mal die tränen in meinen augen.......

irgendwann in nächster zeit - möglich dass es noch länger dauert - werde ich im haus eine "gedenkecke" für all unsere verstorbenen tiere machen.


nach oben

#3

RE: Umgehen mit der Trauer eines Verlustes

in Einmal richtig raunzen 13.12.2009 17:21
von supernova • ~Rockerbunny~
| 7.233 Beiträge | 7233 Punkte

Ich versteh euch auch sehr gut!

Hab in diesem Jahr meinen Hund einschläfern müssen und meine zwei Hasen verloren!
Und am Allerheiligentag eine meiner Katzen!
Ich kann nach wie vor nicht zu den Gräbern von den Hasen gehen, weil ich noch immer nciht damit klar komme!
Vorallem bei Maxi! (August verstorben)

Hab im Innengehege jeden Tag eine Rose gelegt, nachdem Sie gestorben ist!
Konnte aber nicht lange im Zimmer bleiben, da ich Sie immer vor mir leigen sah und ich Sie nach wie vor riechen kann!
Hab dann immer voll zu heulen begonnen!
Obwohl ich jetzt seit 2 Monaten zwei neue Zwerge haben, heul ich nach wie vor wegen Maxi!

Aber ich werde versuchen vor Weihnachten die Gräber etwas zu schmücken!
Haben es auch verdient!


____________________________________________________
Glg Silvia, Jessie und Jamie RIP 13.10.2011

nach oben

#4

RE: Umgehen mit der Trauer eines Verlustes

in Einmal richtig raunzen 14.12.2009 12:09
von teufelchentf • Samtpfötchen
| 690 Beiträge | 690 Punkte

Ich denke das jeder anders umgeht mit der Trauer...
Mir hauts auch immer die Füße weg...

Leider is es eben so das unsere Tiere nicht so lange leben wie wir...
Sie begleiten uns nur eine Zeitlang...

Bei Toffee hat mich getröstet das ich nun Kenai aus dem TH ein schönes
zu Hause geben konnte...
Fehlen tut er mir aber noch immer und wenn ich an ihn denke versuche ich
die fiesen Gedanken (wie er starb) aus meinen Gedanken zu verbannen und mich
an die schöne Zeit zu erinnern...
Als ich ihn bekam und das sein eines Ohr nach oben stand und das andere nicht...
Was für ein liebevoller Hasi er war ...

Das Wichteln wird noch mal schwer...

So hart wie es klingt...
Das Leben geht weiter...und ich versuche dann eben das Beste daraus zu machen
und einem Tier das kein schönes zu Hause hat, eines zu geben...

nach oben

#5

RE: Umgehen mit der Trauer eines Verlustes

in Einmal richtig raunzen 15.12.2009 10:50
von Waschbärin • Pinkelbeseitigungsbeauftragte
| 7.462 Beiträge | 7462 Punkte

Hallo,
ich weiß nicht, ob ich schon sagen kann, dass ich gut mit Trauer umgehen kann oder nicht. Ich hatte auf jeden Fall genug Gelegenheiten bis jetzt zum "üben".
Innerhalb von 3 Jahren sind meine beiden Opas und meine Oma (bei der ich aufgewachsen bin) gestorben. Zur gleichen Zeit hatte mein Papa 2 Herzinfarkte, war viel im Spital und es sah nicht gut aus. Danach hatte meine Mama einen Darmdurchbruch und wäre fast gestorben.
Im Moment liegt meine oma blind, taub und stumm im Altersheim und vegetiert vor sich hin. Auch nur mehr eine Frage der Zeit, bis sie endlich einschlafen kann.
Das war alles sehr viel auf einmal, zwischendurch is eines meiner Kaninchen dann auch noch gestorben.

Ich überleg grad.. was ich denn so mach, wenns mir schlecht geht. Inzwischen kommt das alles fast gar nicht mehr hoch, ab und zu noch, wenn ich mal zurückdenk.
Ich hab am Anfang sehr viel geweint. Fast jeden Tag. Und ich hab geschrien, weils in mir drin so weh getan hat und ich nicht gewusst hab, wohin damit. Ich hab Gott sei Dank guten Beistand von meinem Ex und meiner besten Freundin gehabt. Die konnte ich beide immer anrufen und immer mit ihnen reden. Ab und zu hab ich versucht es mit Alkohol runterzuspülen - keine gute Idee, da kommt alles nur noch viel schlimmer hoch.

Feste Rituale hab ich nicht. Wie ich 12 war und mein Hund eingeschläfert wurde hab ich eine Zeit lang jeden Abend vorm schlafen noch mit ihr geredet, meinen Tag erzählt und so.. das war ganz gut. Wie ich dann älter geworden bin hat sich das verloren, ab und zu red ich jetzt noch mit meiner Oma, aber nur ganz selten (und ich habs auch noch niemandem ausser meiner besten Freundin gesagt, weils mir peinlich war).

Ich kann aber sagen, durch diese ganzen Sachen, bei denen ich "üben* konnte, fällt bei mir auf jeden Fall schon die Wut und die Verzweiflung weg. Hab gestern erfahren, dass der Opa von meinem Freund im Sterben liegt. Ich glaub ja nicht, dass nach dem Tod nix mehr is. Und ich weiß auch, dass alle (egal ob Mensch oder Tier), noch da sind, auch wenn man sie nicht sehen kann. Ich seh alles nicht mehr so tragisch, sicher werd ich traurig, wenn jemand stirbt und ich werd auch weiter viel weinen, weils einfach gut tut, aber ich seh sonst keinen Grund, warum ich traurig sein sollte.
Sicher, es verschwindet etwas, was schon lang zur Gewohnheit geworden is. Aber dafür kommt auch Platz für was neues.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ich bin, ich weiß nicht wer.
Ich komme, ich weiß nicht woher.
Ich gehe, ich weiß nicht wohin.
Mich wundert, dass ich so fröhlich bin.

nach oben

#6

RE: Umgehen mit der Trauer eines Verlustes

in Einmal richtig raunzen 25.12.2009 18:56
von Sabsi (gelöscht)
avatar

Ich verlor dieses Jahr 4 meiner Haustiere. Im Februar Anton, eines meiner Kaninchen, im September Lala, ein Rosenköpfchen, im November Hannelore ein Meeri u. am 10.12. meine über alles geliebte Hündin Giupo. Sie wurde 18 Jahre und 10 Monate! Seit diesem Tag ist nichts mehr so wie es war. Ich schwanke auch so zwischen Verdrängen und Heulkrämpfen. Über Giupo zu sprechen fällt mir sehr schwer. Momentan kann ich mir gar nicht vorstellen, ob das jemals für mich möglich sein wird. Vorallem jetzt zu Wehnachten ist der Schmerz besonders groß! Manchmal denke ich, dass ich mir vielleicht einen neuen Hund nehmen sollte. Der kann Giupo nicht ersetzen, meiner Trauer auch nicht lindern, aber er lenkt mich ab. Mir fehlt auch die tägliche Routine so sehr- das Gassigehen, das Füttern usw. Dann denk ich mir wieder, dass ich die TRauer ausleben sollte und mir erst im Frühjahr einen neuen Wuffi anschaffen sollte!

Ich wünsche allen, denen es so wie mir zur Zeit nicht so geht, viel Kraft um die Feiertage doch ganz gut überstehen zu können.

lg, Sabsi

nach oben



Besucher
0 Mitglieder und 6 Gäste sind Online:

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Wilbirg
Forum Statistiken
Das Forum hat 22397 Themen und 1140362 Beiträge.

Heute waren 3 Mitglieder Online:


Xobor Ein Xobor Forum
Einfach ein eigenes Forum erstellen